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chronik: milan svoboda quartet

vorschau    pressebericht

30 Jahre Kulturschmiede - Jubiläumsprogramm

 
  Samstag, 12.04.2008, 20:00, Altes Schloss, Wurmbrandsaal
Eintritt: :Mitglieder € 10,-, Nichtmitglieder € 12,-

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Rundschau Gaildorf, 16.04.2008, Bericht: Karl-Heinz Rückert

Vier elegante Zeitgenossen - Kulturschmiedejubiläum: Das Milan Svoboda Quartett spielt Modern Jazz im Wurmbrandsaal - Regelmäßige Jazzabende im Wurmbrandsaal kennzeichneten ab 1978 die Arbeit der Kulturschmiede. Nun, zum 30. Jubiläum, gab’s dort wieder einmal Jazz zu hören. Auf trat das Milan Svoboda Quartett aus Prag.

Dreißig Jahre Kulturschmiede, das sind 30 Jahre mit anspruchsvollen kulturellen Programmen von Kleinkunst, Kabarett und großen Konzerten in provinziellem Umfeld. Mit dem Bluesfest hat sich die Kulturschmiede zudem einen Namen bei Künstlern und Publikum weit über die Region hinaus verschafft.

Am Samstag war einer der Großen des Modern Jazz zum Konzert und auf Geburtstagsbesuch bei der Kulturschmiede im Wurmbrandsaal des Alten Schlosses: Milan Svoboda mit seinem Quartett. Damit knüpfte der Verein an die traditionellen Jazz-Abende an, die von 1978 an regelmäßig in dem altehrwürdigen Ambiente veranstaltet wurden, wie sich Werner Eichele zu Beginn des Konzerts erinnerte.

Zugegeben, Modern Jazz ist nicht jedermanns Sache. Wie die klassische Musik beansprucht dieser Jazzstil ein besonderes Faible bei den Zuhörern. Nicht melodiös swingender Rhythmus bestimmt die Richtung. Kompliziertere Metrik mit abwechslungsreichen Harmonien in vertrackten Takten beherrschten auch die Originalkompositionen von Milan Svoboda beim Konzert in Gaildorf. Einflüsse von Rock, Folklore und zeitgenössischer klassischer Musik waren seinen Werken zu entnehmen. Die Kompositionen flossen meist in längere, Themen bezogene Suiten ein, bei denen die Vollblutmusiker des Quartetts schier unendlichen Raum für Improvisationen fanden. Musikalische Stimmungen wechselten von besinnlicher Klangmalerei zu vorwärts treibenden Dynamik.

Svobodas virtuos perlende Parts am Piano hielten das Grundthema während Saxofonist Milan Krajic seine stilistische Vielseitigkeit immer wieder durch begleitenden Beifall des begeisterten Publikums bestätigt bekam.

Deutlich spürbare Spannung herrschte in der Musik, wenn Ivan Audes am Schlagzeug die Themen improvisierte und anschließend an Filip Spaleny weitergab, der den Motiven barocke Bassläufe hinzufügte. Spontaneität und geschmeidige Virtuosität konnte dem Quartett wahrscheinlich nicht abgesprochen werden. Alles schien nahtlos ineinander überzugehen, oder wurde durch Kopfnicken unmerklich weitergereicht und bestätigt.

Ohne Zweifel war der Kulturschmiede mit dem Konzert des Milan Svoboda Quartetts gelungen, dem Publikum die Aura hochkarätiger, eleganter und zeitgenössischer Jazzmusik zu vermitteln.

 

Fotos: Rudolf Steinke

Milan Svoboda
Milan Svoboda
 
Milan Svoboda
Milan Svoboda
 
Milan Krajic
Milan Krajic
 
vlnr: Milan Svoboda, Milan Krajic, Filip Spaleny, Ivan Andes
vlnr: Milan Svoboda, Milan Krajic, Filip Spaleny, Ivan Andes




Milan Svoboda - piano
Milan Krajic -saxes
Ivan Andes - drums
Filip Spaleny - bass


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Milan Svoboda..

 

   

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