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Rundschau
Gaildorf, 28.04.2009, Bericht: KR
Harry Keatons Feuerwerk der Tricks und Täuschungen -
Der Magier Harry Keaton ist in Gaildorf kein Unbekannter. Schon einmal verzauberte er im Häberlen ein begeistertes Publikum. Das bewirkte einen ungeahnten Ansturm auf die Karten für Keatons zweites Gastspiel am Samstag.
Kurzerhand zog die Kulturschmiede ins Gaildorfer Kino und baute dort eine Show-Bühne auf. Der intimen Atmosphäre der "Liebeszauber-Show" tat dies keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, das Generationen umfassende Publikum verfolgte atemlos, wie Keaton mit Tricks und Illusionen verblüffte und demonstrierte, wie man eine Frau an sich fesselt.
Unversehens fanden sich im ersten Teil Akteure aus dem Publikum mitten im Geschehen auf der Bühne. Nicht die obligatorischen schwebenden oder zersägten Jungfrauen ließ der Illusionist erscheinen. Er ließ den Saal eher über seine Verbindungstricks mit den Bühnenpaaren staunen.
Keaton kann nicht nur Zaubern. Auch seine Conference à la Comedian schuf Kontakt zum Publikum: "Was tun wir Menschen nicht alles für die Liebe? Frauen küssen Frösche, lassen Haare herab und kochen für Zwerge. Männer kämpfen mit Drachen und manche heiraten ihn sogar!" Für den Magier ist das keine Frage, deckt er doch mit einer Glühbirne "den Energiebedarf für den ganzen Tag" - und verspeist mit Glassplitter mahlendem Geräusch die Lampe. Schon im nächsten Augenblick trickst er zusammen mit einer Assistentin aus dem Publikum eine Zweieuromünze in eine Mineralwasserflasche und unter dem Geheule des Saals und des Assistenten Gerd zerspringt urplötzlich nicht etwa die Panzerglasvase, sondern eine große Scheibe der Bühnendekoration im Hintergrund.
Ein wahres Feuerwerk der Tricks und Täuschungen, und doch bringt Harry Keaton den Saal ins Grübeln, als er aus den ungeöffneten, zusammengeknüllten "Wunschzetteln" verschiedener Besucher deren Namen, Vorlieben und Fragen errät. Psychometrie nennt er das. So lässt er ein rätselndes Publikum zurück, entschädigt es aber mit der romantischen Gute-Nacht-Geschichte eines Jungen, der Zauberer werden möchte, eingebunden in phantastische illusionäre Bilder.
Nur wenigen ist bekannt, dass einige Tricks des Magiers ihren Ursprung in Gaildorf haben. Sie stammen von Rainer Binder aus Ottendorf, der sich zusammen mit seiner Frau Margot in der Krebsnachsorgeklinik in Tannheim engagiert, der auch der Erlös des Abends zu Gute kommt.
Hier entlang zur Website von Harry Keaton..
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