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Rundschau
Gaildorf, 02.03.2010, Bericht: Rainer Hasenmaier
Kleine verrockte Nachtmusik - Volles Haus konnte die Kulturschmiede Gaildorf am vergangenen Samstag melden: "Vincent Rocks" tobte vor einem begeisterten Publikum durch 250 Jahre Musikgeschichte - von Mozart bis heute.
Die Kulturschmiede hat in ihrer Kulturkneipe Häberlen schon unzählige fantastische Veranstaltungen auf die Bühne gebracht, doch der Auftritt von "Vincent Rocks" am Samstagabend war sicher einer der Höhepunkte. Schon die 150 Kartenvorbestellungen sorgten für ein volles Haus, beim Konzert stauten sich schließlich 170 Besucher dicht gedrängt im Häberlen.
Das war kein Wunder, ist Paul Vincent doch eine unbestrittene musikalische Größe: Mit Klaus Doldinger, Udo Lindenberg, Eric Burdon, Freddie Mercury und nicht zuletzt mit dem 2003 verstorbenen Wolle Kriwanek hat er gespielt, bevor er vor sieben Jahren mit dem Bassisten Mick Brehmen, der ebenfalls bei Wolle Kriwanek gespielt hatte, "Vincent Rocks" gründete. Neben dem Sänger und Gitarristen Paul Vincent Gunia gehören sein Sohn, der Keyboarder Oliver Gunia, der Schlagzeuger Andreas Keller und als fünfter Mann der Klanggestalter Uli Eisner am Mischpult zur Band. Pro Jahr absolvieren die Profimusiker etwa 50 Konzerte mit jeweils 100 bis 200 Besuchern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Paul Vincent kann inzwischen 25 CDs aufweisen, Vincent Rocks fünf, von denen die Live CD "American Girl New Edition" am besten widerspiegelt, was beim Gastspiel in Gaildorf zu hören war. Die Musik von Vincent Rocks beinhaltet einen Mix aus 250 Jahre Musikgeschichte. So schaffen sie es beispielsweise problemlos, Mozarts kleine Nachtmusik mit "Sunshine of your love" von Cream zu kombinieren - eine kleine verrockte Nachtmusik! Jeweils etwa zur Hälfte besteht ihr Repertoire aus eigenen, meist sehr rockigen Liedern und zur Hälfte aus in eigenem Gewand nachgespielten Titeln. So haben sie eine Vorliebe für die Beatles, deren "Come Together" und "Lady Madonna" zusätzliche Instrumentalimprovisationen erhielten, zur Freude des Publikums. Umjubelt waren auch "Mäckie Messer" und der "Kanonen-Song" aus Brechts Dreigroschenoper - kein geringerer als Sting hatte sie dazu auf einem Festival in Hamburg animiert.
Selbst vor Gospels machen "Vincent Rocks" nicht halt: Ihr eigenes Stück "My god is real" wird zum Boogie - mit einem grandiosen Schlagzeugsolo von Andreas Keller. Bei allen Liedern beeindruckte die prägnante Stimme von Paul Vincent und das solide Bassspiel von Mick Brehmen. Ein Höhepunkt war sicher "Eleanor Rigby" von den Beatles, wozu auch Vincents "John-Lennon-Gedächtnisbrille" passte. Auch Reggae beherrscht die Band perfekt, wie sich bei dem umjubelten "I shot the Sheriff" zeigte. Und der stürmische Schlussapplaus machte deutlich, dass die Kulturschmiede wieder einmal einen Volltreffer gelandet hatte.
Besetzung:
Paul Vincent-Gunia- guitar, vocals
Mick Brehmen - bass
Oliver Gunia - keyboards
Andreas Keller - drums
Hier entlang zur Website von Vincent Rocks.. . 
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